Hanf hat Zukunft

Capatect Geschäftsführer Dipl.-HTL-Ing. Gerhard Enzenberger erzählt im nachstehenden Interview, warum Capatect auf die ökologische Alternative "Hanf" setzt. 

 

Dipl.-HTL-Ing. Gerhard Enzenberger Geschäftsführer Technik/Marketing steht Rede & Antwort.
Dipl.-HTL-Ing. Gerhard Enzenberger Geschäftsführer Technik/Marketing

Warum beschäftigt sich Capatect und Synthesa jetzt mit grüner Technologie, wo erst vor etwa einem Jahr das neue Dalmatherm Dämmstofftechnik-Werk in Perg, OÖ, in Betrieb genommen wurde?

Wir wollen dem Konsumenten eine Alternative zu den herkömmlichen und bestens bewährten Dämmstoffen anbieten. Innovationen und das richtige Gefühl für zeitgemäße Produkttechnologien sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor in unserer Firmengeschichte. Capatect wird die Rolle des Trendsetters am Markt zugeschrieben. Wir sind überzeugt, dass mit unserem Mitgliedsbetrieb der Firmengruppe Synthesa, die Firma NAPORO viele erfolgreiche Produktideen generiert und zur Marktreife gebracht werden können.

 

Meiner Meinung nach werden Produktinnovationen in Zukunft weniger aus dem Sektor der Petrochemie kommen, das Innovationspotential sehen wir vielmehr im ökologischen Bereich. Zudem vernehmen wir eine starke Sensibilisierung unserer Kunden in Richtung Ökologie und Nachhaltigkeit. Kundenbegeisterung findet im Spannungsfeld zwischen Ökologie und High-Tech statt. So bildet Hanf und Carbon eine für den Wettbewerb kaum kopierbare Symbiose und wird damit unsere Innovationsführerschaft weiter ausbauen helfen.

 

Wie nimmt das Publikum das Thema Hanfdämmung auf?

Wie richtig die Entscheidung war, das Thema Hanf in Dämmstoff-Fragen aufzugreifen, zeigt das fulminante Interesse des Publikums auf den Messeveranstaltungen im ganzen Land. Sowohl Häuslbauer, Architekten als auch Vertreter öffentlicher Wohnbauträger informieren sich eingehend – was beweist, dass ökologische Bau- und Dämmstoffe längst aus der „alternativen“ Nische getreten und in einer breiteren Öffentlichkeit angekommen sind.

 

Wie lässt sich der Verkaufsstart charakterisieren?

Vergangenes Jahr haben wir trotz extrem kurzer Saison bereits mehrere tausend m² Hanffaser-Dämmplatten verkauft. Das ist ein guter Anfang, und die Begeisterung unserer Mitarbeiter für dieses Produkt ist ungebrochen.

 

Erstmalig sind Sie als Geschäftsführer in Ihrem Unternehmen mit einem Öko-Rohstoff konfrontiert. Wie gehen Sie damit um?

Die Thematik nachwachsende oder lokale Rohstoffe begleitet uns schon seit vielen Jahren. Mittlerweile kommen mehr als 90 Prozent der bei Synthesa bzw. Capatect verwendeten pulverförmigen Rohstoffe aus Österreich und auch bei den pastösen Produkten versuchen wir die Umweltbelastung durch räumlich naheliegende Lieferanten zu minimieren.

Auch die laufende Reduktion von Konservierungsmitteln in unseren Produkten ist nicht nur ein regulatorisches, sondern auch ein umweltphilosophisches Muss! Viele unserer Anstrengungen gingen und gehen in die Erforschung von umweltfreundlichen und emissionsverminderten Produkten. Ein wichtiger Meilenstein ist 2014 mit der EMAS-Zertifizierung passiert. Auch im Bereich der Logistik sind wir seit Jahren bemüht, unseren CO2 Fußabdruck etwa durch die Vermeidung von Leerfahrten laufend zu verringern.

 

Welche Bedeutung hat das Thema Hanf in Mittel-Südost-Europa, die Länder die auch aus Österreich beliefert werden?

Hanf ist eine wahre Innovation – verbunden mit unglaublich positiver Emotion. Mit diesem Innovationsschritt besitzen wir ein perfektes Einstiegsthema bei den Kunden – auch für die Länder im Osten. Wir beweisen Nachhaltigkeit und Kompetenz. Es ist für uns leichter, mit neuen Kunden ins Gespräch zu kommen – Hanf ist der Türöffner für Neukunden im Qualitätssegment. Wir unterscheiden uns damit klar vom Mitbewerb und beweisen damit einmal mehr unsere Innovationskraft!